Harzfest mit positiver Bilanz
Seilbahn und Bocksberg im Focus der Politik
Harzcard soll nicht weiter verfolgt werden
Welterbetitel bietet auch Chancen für Hahnenklee
Werbeanlagensatzung auf den Weg gebracht
Kinderhaus mit Alleinstellungsmerkmal im Stadtgebiet von Goslar
Nachnutzung des Kurmittelhauses – Lösung in Sicht

Die vom Unterzeichner veranlasste feste Zusage zur Übernahme eines eventuellen Defizits beim Harzfest musste nicht in Anspruch genommen werden, weil sich diese, von der HTM gut vorbereite, Veranstaltung als finanzielle Punktlandung erwies. Mehr als 5.000 zahlende Gäste konnten verbucht werden. Die Berichterstattung in den Medien war beachtlich und löste ein positives Imagesignal aus. Eine Wiederholung ist wünschenswert. Die guten Erfahrungen einer derartigen Großveranstaltung im Kurpark bestärken uns in der Zustimmung, die nächste Walpurgis-Feier – trotz Wetterunwägbarkeit – am 30.04.2011 ebenfalls dort stattfinden zu lassen.

Die Seilbahn (Bj.1970) bleibt bis auf einige optische Veränderungen unangetastet. Berg- und Talstationen befinden sich seit 2008 im Eigentum einer ausländischen Investorengruppe, was das Gesamtvorhaben nicht erleichtert. Festzuhalten bleibt auch: Je höher die städt. Bezuschussungen der Investitionen bzw. jährlichen Betriebskosten, desto höher die anschließende Belastung bei der Kurtaxe bzw. Fremdenverkehrsabgabe. Die verstärkte Windzunahme hat mittlerweile finanziellen Folgen für die Seilbahn. Diese musste deshalb mitunter den Betrieb einstellen, so z. B. Mitte September 2010, als trotz trockenen Wetters 2 Tage Stillstand herrschte. Losgelöst von der Witterung quittierte die Pistenraupe (Bj.1988) kürzlich ihren Dienst. Nahtlos konnte ein Gebrauchtfahrzeug aus Österreich beschafft werden.

Hinsichtlich des Bocksbergs besteht mit den Investoren Einvernehmen, dass von diesen die Seilbahn, der Bikepark, die Beschneiungsanlage sowie die Rodelbahn dauerhaft ab 01.05.2011 übernommen werden. Auch auf unser Betreiben stimmte der Rat der Stadt Goslar der erneuten Betriebsverlängerung zu. Am 29.12.2010 ging der Förderbescheid in Höhe von 1,1 Mio. € ein. Dieser gilt bis Mitte 2013. Der zwingend notwendige Flächentausch zwischen Stadtforst und Staatsforst, den wir bereits seit 1997 forcieren, gestaltet sich weiterhin als schwierig, weil die Flächen voraussichtlich im Verhältnis 1: 2 gekauft oder getauscht werden sollen (Grund: teils steile, und somit wirtschaftlich schlecht nutzbare Hanglagen in der Stadtforst). Auch die Übernahme der Verbindlichkeiten der Seilbahngesellschaft steht zur Disposition.
Am Bocksberg geplant sind ein Sessellift auf Schienen, eine Allwetter-Rodelbahn, eine kindgerechte Sommer- und Winterrutschbahn und weitere Freizeiteinrichtungen. Die Bocksberghütte soll grundsaniert werden. Die gesamten Investitionen belaufen sich auf rund 5,7 Mio €.

Die Einführung der Harzcard mit integrierter Busfreifahrkarte verfolgen wir nicht weiter, weil jährliche Gesamtkosten in Höhe von ca. 250.000 € umzulegen wären. Dies würde eine Kurbeitragserhöhung von 30 Cent nach sich ziehen.

Mit dem neuen Harzer Welterbetitel besteht wieder eine echte Chance zur Marketingschärfung. Optimal ist, dass wir inmitten des Welterbes “Oberharzer Wasserwirtschaft” liegen. Zur Begrifflichkeit: Das Oberharzer Wasserregal hingegen beinhaltet lediglich das königliche Hoheitsrecht zur Wassernutzung und die Berechtigung zum Bergbau. Wir müssen Neugier und Begeisterung wecken – genauso wie bei unserem Hausberg – um einen Gästeschwung auszulösen. Hilfsbereitschaft, Service, Freundlichkeit und Kompetenz gehören hierbei zu den Grundvoraussetzungen. Nur über Qualität werden wir uns am Markt behaupten können. Stark kundenorientiert sind bereits der Supermarkt und die Bäckerei geöffnet. Ein Welterbe-Emblem für zertifizierte Gaststätten befindet sich bereits in Planung, die Messlatte hierfür ist noch zu definieren. Die erneut erfolgreiche Reprädikatisierung “Heilklimatischer Kurort” bringt ein weiteres Plus für Hahnenklee-Bockswiese. Bundesweit verfügen nur 53, in Niedersachsen sogar nur 3, Orte über diesen Status. Auch der Liebesbankweg wurde erstmalig als Premium-Wanderweg reprädikatisiert.

Die hiesigen CDU/FDP-Fraktionen haben einen Antrag zur Erstellung einer praxistauglichen Werbeanlagensatzung samt Sondernutzungs-Verordnung auf den Weg gebracht. Hierbei geht es um Außengastronomie, Warenpräsentation vor den Läden und mobile Werbeschilder, d.h. Ordnungspolitik und Marketing sind in Einklang zu bringen. Gleichzeitig haben wir die Aufstellung einheitlicher städtischer (Mountainbike-) Fahrradständer in der Fußgängerzone beantragt – die Haushaltslage wird es hoffentlich ermöglichen.

Seit 01.10.2010 können bereits 1-Jährige im Kinderhaus betreut werden. Diese Möglichkeit der Kinderbetreuung ist einmalig im Stadtgebiet. Entgegen der Auffassung von OB Binnewies setzen wir uns weiterhin für den bewährten Standort “Waldschule” ein und sprechen uns für eine Grundsanierung aus.

Bei der Nachnutzung des Kurmittelhauses zeichnet sich eine interessante Lösung ab. Auch hier wird eine Entscheidung in diesem Jahr erwartet. Hierüber werden wir Sie genauso informieren wie über die Ergebnisse der Projektgruppe “Hahnenklee 2018”, deren baldige Veröffentlichung wir bereits angemahnt haben und die neuesten Entwicklungen am Kuttelbacher-Teich.

Wir wünschen Ihnen weiterhin ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2011.

Ihre FDP-Fraktionen im Rat der Stadt Goslar und Ortsrat Hahnenklee
Heinrich Wiebe Tel. 2552
Emmas-Ruh-Weg 5, Hahnenklee-Bockswiese

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